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youngAMBORA (2023 - 2026)

Mehr Sicherheit bei oraler Tumortherapie in der Pädiatrie

Projekt „youngAMBORA“ (2023 - 2026)

In der Antitumortherapie kommen neben klassischen Chemotherapien, die als Infusion verabreicht werden, vermehrt orale Krebsmedikamente zum Einsatz, die in Eigenverantwortung von den Patienten zu Hause eingenommen werden. Der orale Applikationsweg geht neben vielen Vorteilen (u.a. Flexibilität, Selbstständigkeit) auch mit zahlreichen Herausforderungen (u.a. Adhärenz, Nebenwirkungsmanagement, Interaktionspotential) einher.

Vorarbeiten "AMBORA"

Der Nutzen eines engmaschigen Therapiebegleitungskonzeptes für erwachsene Krebspatienten mit oraler Tumortherapie konnte in der randomisierten, kontrollierten Versorgungsforschungsstudie „AMBORA“ (Dürr et al., J Clin Oncol, 2021) nachgewiesen werden. Durch eine intensivierte Therapiebegleitung durch klinische Pharmazeuten / Pharmakologen konnte die Patientensicherheit und –zufriedenheit sowie das Patientenwissen signifikant verbessert werden. Auch schwerwiegende Nebenwirkungen, Therapieabbrüche und ungeplante Krankenhauseinweisungen traten signifikant seltener auf. Das interprofessionelle „AMBORA Kompetenz- und Beratungszentrum“ hatte zum Ziel, das evaluierte Therapiebegleitungskonzept in die Routineversorgung zu integrieren, um allen Betroffenen eine optimierte Versorgung anbieten zu können. In dieser Versorgungsmaßnahme, sowie der zwischenzeitlich in der Routineversorgung etablierten Beratung, werden jedoch ausschließlich erwachsene Patienten betreut.

Folgeprojekt "youngAMBORA" in der Kinderonkologie

In der pädiatrischen Onkologie ist der Einsatz oraler Antitumor-Therapeutika neben den bereits genannten Herausforderungen mit zusätzlichen Problemfeldern verbunden. Beispielsweise kann das häufige Fehlen kindgerechter Darreichungsformen die Therapietreue weiter beeinträchtigen. Zudem wird durch die bestehende Triade aus Behandlungsteam, Angehörigen und Patienten das Nebenwirkungsmanagement erschwert. Der in der Pädiatrie verbreitete Einsatz oraler Tumortherapeutika außerhalb der Zulassung, einhergehend mit geringen Erfahrungswerten und fehlenden Informationsmaterialien, verdeutlicht zusätzlich die Notwendigkeit einer engmaschigen Therapiebegleitung bei diesem Patientenkollektiv.

 

Eine intensivierte Begleitung und Unterstützung von pädiatrisch-onkologischen Patienten und deren Angehörigen durch ein geschultes Behandlungsteam bei oraler Tumortherapie ist demnach aus mehreren Gründen besonders wichtig. Bislang fehlten jedoch Betreuungskonzepte, die auf die besonderen Herausforderungen und Bedürfnisse pädiatrischer Patienten eingehen. Es ist davon auszugehen, dass ein auf die Pädiatrie angepasstes klinisch-pharmazeutisches / pharmakologisches Betreuungskonzept zu einer optimierten Versorgung beitragen kann und sowohl Patienten, deren Angehörige und das Behandlungsteam davon profitieren.

In enger Kooperation mit dem kinderonkologischen Zentrum des Universitätsklinikums Erlangen und dem Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hatte das youngAMBORA-Projekt das übergeordnete Ziel, die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) in der pädiatrischen Onkologie weiter zu optimieren.

Im Vordergrund stand die Entwicklung eines klinisch-pharmazeutischen / pharmakologischen Therapiebegleitungskonzeptes für pädiatrische Patienten und deren Angehörige bei Start einer oralen Antitumor-Therapie.

Unsere Arbeit zur Arzneimitteltherapiesicherheit in der Kinderonkologie wurde finanziell unterstützt von den Vereinen Elterninitiative krebskranker Kinder Erlangen e.V. und Tigerauge: Initiative Kinderhospiz Nordbayern e.V..

Die Projektergebnisse wurden 2026 veröffentlicht und können über folgenden Link abgerufen werden: